Städte wie Basel sind Orte, an denen sich Menschen auf engem Raum miteinander und nebeneinander versammeln. Täglich sind Tausende von Personen und Tonnen von Gütern in Bewegung. Es herrscht hektischer Betrieb. Damit der urbane Stoff-wechsel funktioniert, bauen die Bewohnerinnen und Bewohner hochkomplexe Infrastrukturen, Verkehrs- und Kommunikationssysteme, über und unter der Erdoberfläche. Der Wohnraum ist chronisch knapp. Kurz: Städte – und Basel als Grenzstadt ganz besonders – sind hochgradig verdichtete Gesellschaften.
Was auf den ersten Blick als Erfolgsgeschichte anmutet, steht bei genau-erem Hinsehen an einem kritischen Punkt. Das ‹Gesellschaftsmodell Stadt› be-findet sich heute auf der Kippe. Der urbane Ressourcenverschleiss hat sich in den letzten Jahrzehnten vervielfacht und sprengt im historischen Vergleich alle Vor-stellungen. Bewohnerinnen und Bewohner klagen über anhaltenden «Dichte-stress» und den Verlust gewohnter Sicherheiten. Die ökologische Krise und der gesellschaftliche Wandel zwingen Städte wie Basel, sich für die Zukunft neu zu erfinden. Die digitale Transformation trägt dazu bei, die Formen des Zusammen-lebens grundlegend zu verändern. Gut möglich, dass wir gerade das Ende der Stadt als verdichtete, ressourcenintensive Lebensform erleben.
Dieses Buch erzählt die Geschichte der Stadt Basel seit 1960. Es behandelt eine Epoche, in der das urbane Wachstumsmodell zunehmend in die Krise geriet. Mehr noch: Die Probleme des Lebensmodells Stadt wurden den Bewohnerinnen und Bewohnern auch vermehrt bewusst; es entspann sich eine kritische Diskus-sion über die Zukunft der städtischen Gesellschaft. Geschildert wird eine Ge-schichte des Wachstums, des Aufbruchs, von Utopien und ihrer Verwirklichung – aber auch eine Geschichte anhaltender Ungleichheiten, gesellschaftlicher Konflik-te und ökologischer Krisen. Beispielhaft zeigt sich, wie die Stadt in den letzten Jahrzehnten an den heutigen krisenhaften Punkt gelangte.
In Umrissen macht dieses Buch auch fassbar, in welche Richtung die Zu-kunft weisen könnte. Die künftige städtische Gesellschaft dürfte vielfältiger, diver-ser sein – eine solche Entwicklung hat sich in den letzten Jahrzehnten bereits abgezeichnet. Die gebaute Stadt wird weniger graue und mehr grüne Flächen aufweisen. Der Ressourcenverbrauch soll gedrosselt werden. Neue Formen des Bauens und Zusammenwohnens werden ausprobiert. Ob sich der wirtschaftliche Motor verlangsamen wird, bleibt eine offene Frage. Denn die Stadt befindet sich nach wie vor auf einem Wachstumspfad.
Drei grosse Entwicklungslinien prägten die Geschichte Basels seit den 1960er-Jahren. Sie bilden rote Fäden, die sich durch dieses Buch hindurchziehen. Erstens wurden in den letzten Jahrzehnten immer mehr Ressourcen verbraucht, mit gravierenden ökologischen Folgen. Zweitens wurde die städtische Gesellschaft vielfältiger. Neue Gruppen artikulierten sich; die Regeln des Zusammenlebens wurden angepasst. Drittens fand Basel zu einem neuen Selbstverständnis und de-finierte sich zunehmend weniger als Wirtschaftsmetropole denn als Kulturstadt. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts nahm die Stadtbevölkerung zahlenmässig mal zu, mal ab. Zunächst stieg die Einwohnerzahl des Kantons Basel-Stadt steil an, von rund 170 000 (1940) auf gut 235 000 (1970). Zwischen 1970 und 2000 sank die Bevölkerung um ein Viertel, in den letzten beiden Jahrzehnten vergrösserte sie sich hingegen um zehn Prozent, auf knapp über 200 000 Menschen. Trotz der vorüber-gehenden Schrumpfung nahm der Ressourcenverbrauch in den letzten Jahrzehn-ten stetig, teils sogar rasant zu. Diese Entwicklung hängt grösstenteils mit der Wandlung des urbanen Lebensstils und der Ausbreitung der Konsumgesellschaft zusammen. Die Wohnfläche pro Kopf verdoppelte sich seit Mitte des 20. Jahrhun-dert, die verbrauchte Energie ebenfalls. Basel produziert heute doppelt so viel Abfall wie noch vor zwei Generationen. Rasant wuchs auch das Verkehrsvolumen. Heute fahren mehr als doppelt so viele Autos auf Basels Strassen wie 1960. Hinzu kommt der Ausbau des öffentlichen Verkehrs.
Die ökologischen Kosten und die politischen Auswirkungen des Wachstums treten seit den 1970er-Jahren immer deutlicher zutage. Die Umweltkatastrophe von Schweizerhalle 1986 war ein Schlüsselmoment der Basler Geschichte. Auch die Kontroversen in den 1970er- und 1980er-Jahren um das geplante und schliesslich aufgegebene Atomkraftwerk-Projekt in Kaiseraugst haben die politische Landkarte nachhaltig verändert. Die breite Bevölkerung wurde sich der zerstörerischen Potenziale moderner Grosstechnologien bewusst. Der Umweltschutz formiert sich seither als eigenständige politische Kraft, eine Entwicklung, die sich jüngst mit der Einsicht in den menschengemachten Klimawandel fortsetzt.
Ökologisches Denken ist heute mehrheitsfähig – gerade im Kanton Basel-Stadt, der 2019 als schweizweit erster Kanton offiziell den Klimanotstand erklärte. Der Staat setzt sich heute zum Ziel, sein Handeln ökologisch nachhaltig zu ge-stalten. Das Bewusstsein, an einem historischen Wendepunkt zu stehen, ist mit Händen greifbar. Ob die Wende gelingt, ist allerdings offen. Politische Visionen wie die ‹Kreislaufgesellschaft› oder die ‹Smart City› sind noch jung und müssen sich erst in der Praxis bewähren. Der Weg zu ihrer Verwirklichung scheint hürdenvoll und lang. Historisch betrachtet waren Städte seit dem Spätmittelalter gigantische Integra-tionsmotoren. Zwar beruhte der innere Zusammenhalt der Bürgerschaft häufig darauf, sich gegenüber anderen Gruppen abzugrenzen: gegenüber Niedergelasse-nen, Menschen mit ausländischem Pass oder Grenzgängerinnen und Grenzgän-gern. Trotzdem entfaltete die ‹Stadt der Bürger› spätestens seit dem 18. Jahrhun-dert eine bis heute wirksame Integrationskraft. Verschiedene neue Gruppen wurden Schritt für Schritt aufgenommen. Im späten 19. Jahrhundert erhielten Ein-wohner ohne Bürgerrecht mehr politische und soziale Rechte. Im 20. Jahrhundert wurde die Sozialdemokratie – und mit ihr die Arbeiterschaft – in die Regierungs-verantwortung einbezogen. 1966 führte Basel-Stadt als erster Deutschschweizer Kanton das Stimm- und Wahlrecht für Frauen ein. Seither nimmt der Frauenanteil in Regierung und Parlament zu – im Grossen Rat auf über vierzig Prozent (2020).
Auch die grossen politischen Blöcke – Linke und Bürgerliche – orientierten sich neu, obwohl sich seit den 1960er-Jahren die Gewichte zwischen den beiden nur wenig verschoben haben. Die Linke übernahm seit den 1970er-Jahren die Postulate der Frauen-, der Umwelt- oder der links-alternativen Bewegungen. Diese Entwicklung spiegelte sich im Aufstieg der Progressiven Organisationen, später in jenem der Grünen Partei, und kulminierte in der Phase der rot-grünen Regierungs-mehrheit (2005–2020). Der linksalternative Aufbruch der 1980er-Jahre erfasste auch die Sozialdemokratische Partei und führte zu einer Zerreissprobe zwischen dem gewerkschaftlichen und dem jüngeren Flügel. Der Konflikt mündete 1982 in der Abspaltung der Demokratisch-Sozialen Partei (DSP). Die Teilung der Sozial-demokratie blieb letztlich ein Basler Sonderweg und endete 2012 mit der Auflösung der DSP.
Auf bürgerlicher Seite dominierten lange die Freisinnig-Demokratische Partei, die konservativere Liberal-Demokratische Partei sowie die im katholischen Milieu verankerte Christlichdemokratische Volkspartei. In den 1970er- und 1980er-Jahren etablierte sich vorübergehend die rechtspopulistische, ausländerfeindliche Nationale Aktion als vierte bürgerliche Kraft, bevor sie in den 1990er-Jahren von der Schweizerischen Volkspartei (SVP) verdrängt wurde. Die SVP erreichte im bürgerlichen Lager die Grösse der Freisinnig-Demokratischen und der Liberal-Demokratischen Partei. Seit 2005 entstand mit den Grünliberalen eine bürgerlich-ökologische Partei. Sie erreichte zwar nicht die Bedeutung der links-grünen Schwesterpartei, schaffte aber 2020 den Sprung in die Regierung.
Dass Migration in einer Grenzstadt zu den zentralen Themen der Politik ge-hört, überrascht nicht. Seit den 1980er-Jahren nahmen Menschen mit Migrations-hintergrund verstärkt Positionen in Politik und Verwaltung ein. Parallel diskutierte die Öffentlichkeit über die Einführung eines kantonalen Stimm- und Wahlrechts für Ausländerinnen und Ausländer. Die Vorstösse blieben bislang allerdings erfolg-los. Auch andere gesellschaftliche Minderheiten – von den alternativen Jugend-kulturen bis zur queeren Community – wurden nach Jahren der Stigmatisierung zunehmend gesellschaftlich anerkannt. Parallel zu dieser Entwicklung veränderte sich auch die Integrationspolitik grundlegend. Bis in die 1960er-Jahre bedeutete Integration, dass Fremde sich an die schweizerische Norm anzupassen hatten. Heute folgt die schweizerische Integrationspolitik dem Gedanken der Diversität – eine Entwicklung, die massgeblich von Basel ausging. Integration wird als inter-kultureller Lernprozess verstanden. Basel gilt heute als Migrationsgesellschaft.
Gleichwohl steht die Integrationspolitik heute vor neuen Aufgaben. Im Bildungswesen fehlt es an einer echten Chancengleichheit zwischen Kindern aus unterschiedlichen Milieus. Frauen oder Ausländerinnen und Ausländer sind ge-sellschaftlich, insbesondere auf dem Arbeitsmarkt, benachteiligt und arbeiten unter teils prekären Bedingungen – in Basel wie auch darüber hinaus. Menschen mit körperlichen oder psychischen Behinderungen leben meist am Rand der Gesellschaft, ohne Chance auf umfassende Teilhabe. Bis in die 1960er-Jahre blieb Basel vielfach geprägt von den traditionsreichen Familien des Daig, deren Sprösslinge wichtige Positionen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft besetzten. Seither hat sich das Selbstverständnis Basels grund-legend verändert – eine Entwicklung, die sich bis in die Gegenwart erstreckt. Zum Selbstbild Basels gehörte lange Zeit, sich als Wirtschaftsmetropole zu verstehen. Im Vordergrund stand der Stolz auf die Basler Chemie, eine Branche, die sich im 20. Jahrhundert zur Pharmaindustrie wandelte und Basel zu einem Zentrum der Life Sciences machte. Die chemisch-pharmazeutische Industrie war seit dem Ersten Weltkrieg global aktiv und beschäftigte in Basel seit den 1960er-Jahren zwischen 20 000 und 30 000 Menschen, im Ausland ein Vielfaches davon. Ihre Produkte – Valium, die ersten Antidepressiva, DDT – waren weltweit erfolgreich.
Doch die Basler Bevölkerung hatte ein ambivalentes Verhältnis zur führen-den Branche der Region. In den Kontroversen nach der Katastrophe von Schwei-zerhalle 1986 oder den Debatten um die Gentechnologie in den 1990er-Jahren manifestierte sich eine Vertrauenskrise zwischen weiten Teilen der Bevölkerung und der chemisch-pharmazeutischen Industrie. Gleichzeitig waren die lokalen Pharmaunternehmen wirtschaftlich höchst erfolgreich. Die Branche profitierte von einer hohen Wertschöpfung und bildet heute einen tragenden Pfeiler der schweizerischen Exportwirtschaft. Nicht weniger als die Hälfte aller Exportpro-dukte stammen aus der Chemie- und Pharmaindustrie.
Basel verstand sich nicht nur als Wirtschaftszentrum, sondern zunehmend als Kulturstadt. Die Stadt verfügte schon im frühen 20. Jahrhundert über eine grosse Dichte an kulturellen Einrichtungen: Museen, Theater und Konzertsäle. Die Kulturszene profitierte nicht nur von der staatlichen Kulturförderung, son-dern auch von der Philanthropie, die in Basel stark verwurzelt war. Lange Zeit wurden traditionelle Sparten wie bildende Kunst, klassische Musik und Theater gefördert. Seit den 1980er-Jahren kamen verschiedene Bereiche der Popkultur hin-zu, von der populären Musik bis zu Comics. Nicht nur das Kulturverständnis, auch das Zielpublikum weitete sich aus. Dies zeigt sich etwa an Festivals, aber auch an kleineren Anlässen in den Quartieren. Die Kulturstadt Basel wurde in den letzten Jahren moderner, diverser, familienfreundlicher.
Kultur war in Basel mehr als nur eine Ansammlung von Museen und Thea-tern. Sie bildete auch eine Bühne für politische Kritik und Erneuerung. Gesell-schaftskritik war in der Theater- und Kunstszene in den 1960er- oder den 1980er-Jahren weitverbreitet und zentral für das Selbstverständnis der Kulturschaffenden. Die Jugendbewegung der 1980er-Jahre entwickelte ihre eigene Ästhetik mit alter-nativen Flugschriften und einer Musik- und Filmszene. In Basel wurde Subversion politisch verhandelt und möglichst sozialverträglich gelöst – bis hin zur Gegen-kultur der Graffiti-Sprayer. Die gesellschaftliche Liberalisierung manifestierte sich insbesondere in der Kulturszene und wurde durch diese beschleunigt. Noch in den 1960er-Jahren wurden beispielsweise Inhalte von Kinofilmen offiziell zensiert. Dieser konservative Geist verflüchtigte sich seit den 1970er-Jahren. Zugleich be-kannte sich die Stadt stolz zu althergebrachten Institutionen wie dem Basler Zoo oder der Basler Fasnacht, die 2017 zum Weltkulturerbe ernannt wurde.
Ein weiterer Aspekt der Basler Identität hängt mit dem geografischen Sta-tus als Grenzstadt zusammen. Hier im Dreiländereck berühren sich Deutschland, Frankreich und die Schweiz. Der einzige bedeutende Hafen der Schweiz liegt in Basel. Seit den 1970er-Jahren wurde die Stadt in besonderem Masse von der Glo-balisierung erfasst. Die Pharma- und die Logistikbranche sind heute hochgradig international vernetzt. Davon zeugt nicht zuletzt die grosse Expat-Community. Auch die Universität und die Industrieforschung rekrutieren ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit.
Die Basler Gesellschaft hat aus der geografischen Lage der Stadt – teils selbstbewusst, teils selbstkritisch – das widersprüchliche Selbstbild einer rand-ständigen, zugleich grenzüberschreitend vernetzten Stadt entwickelt. Basel hatte bereits im späten 19. Jahrhundert ein angespanntes Verhältnis zum Bundestaat und zu den Berner Behörden. Man fühlte sich gegenüber Zürich und Bern poli-tisch vernachlässigt oder diskriminiert. Diese Distanz setzte sich im 20. Jahrhun-dert unter veränderten politischen Vorzeichen fort. Basel stand in seinem Abstim-mungsverhalten seit Mitte des 20. Jahrhunderts häufig auf der progressiven Seite und damit der Romandie näher als der Deutschschweiz. Dies zeigte sich in den letzten Jahrzehnten vor allem in der Europa- und der Aussenhandelspolitik. Der Wirtschaftsraum ist auch im Zeitalter der Nationalstaaten trinational geblieben, was sich in zahlreichen grenzüberschreitenden Kooperationen manifestiert.
Die engen europäischen und globalen Verflechtungen blieben nicht ohne Risiken. Die jüngsten Unwägbarkeiten in den Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union wirkten sich in den letzten Jahren negativ auf den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Basel aus. Hinzu kommen riskante globale Expansionsstrategien wie jene der MCH Group, die die grössten Basler Messen betrieb und ab 2016 in eine Krise geriet. Am Schluss konnte sie nur durch den Einstieg eines internationalen Investors und ein millionenschweres staatliches Rettungspaket überleben. In den Debatten befürchteten viele Stimmen, dass Basel an Bedeutung verlieren und in die Provinzialität abrutschen würde. Andere formu-lierten daraus ein positives, zukunftsweisendes Selbstbild: Basel als multikulturelle, vernetzte Grenzstadt. Die folgenden Kapitel sind thematisch gegliedert. Die Geschichte Basels wird als Umwelt- und Ressourcengeschichte, als Politik- und Sozialgeschichte, als Wirtschaftsgeschichte, als Geschichte der Privatsphäre und der Freizeit und als Geschichte der Kulturstadt gezeichnet. Das Buch ist ein Gemeinschaftswerk. Der Herausgeber Martin Lengwiler hat die Arbeiten koordiniert und diese Einleitung geschrieben. Anina Zahn, Silas Gusset und Tobias Ehrenbold verfassten die Entwürfe zu den Kapiteln arbeitsteilig. Danach wurden die Texte in gegenseitigem Austausch überarbeitet, so dass oft nicht mehr erkennbar war, welche Formulierung auf wessen Hand zurückging. Die Arbeit an diesem Buch war im besten Sinne kollektiv.
Dieses Werk behandelt einen Zeitabschnitt, den die Geschichtswissen-schaft als Zeitgeschichte bezeichnet. Die Darstellung setzt mit der Umbruchszeit um 1960 ein und reicht bis in die Gegenwart – konkret: bis in den Sommer 2023, anschliessend ging das Buch in die Produktionsphase. Die Zeitgeschichte ist für ihre Autorinnen und Autoren ein steiniges Pflaster. Die Quellenlage ist häufig unübersichtlich, für die jüngste Zeit sind die Quellen noch gar nicht im Archiv angekommen und deshalb schwer zugänglich. Zudem fehlt es oft an Forschung und uns Historikerinnen und Historikern an der notwendigen Distanz zu unserem Gegenstand. Schliesslich stehen auch die Leserinnen und Leser der Zeitgeschichte häufig besonders kritisch gegenüber, weil sie die dargestellte Epoche ja selbst er-lebt haben – oft unmittelbarer als die Autorinnen und Autoren.
Wir hoffen, dass es uns gelungen ist, ein aufschlussreiches Buch zu verfassen. Das abschliessende Urteil überlassen wir gerne unseren Leserinnen und Lesern und wünschen viel Freude bei der Lektüre.