Ein hochmittelalterliches Mosaikmedaillon aus Schuttern am Oberrhein
Über diese Publikation
Die Technik der Stiftsmosaikfußböden erreichte ihren Höhepunkt in der römischen Kaiserzeit und in der Spätantike und fand bis in die römischen Provinzen eine große Verbreitung. Zwischen dem 7. und dem 10. Jahrhundert ist im Byzantinischen Reich, in Italien und in Frankreich dann ein qualitativer Verfall der musivisch pavimentalen Kunst zu verzeichnen. In Deutschland sind aus dieser Zeit keine derartigen Fußböden bekannt. Erst im 11. Jahrhundert erlebt der Stiftsfußboden in Venetien, in der Lombardei, in Apulien, in Frankreich und im Rheinland eine erneute Blüte. In diesem Kontext der Wiederbelebung des Stiftsmosaiks ist ein hochmittelalterliches Mosaikmedaillon zu sehen, das in der Pfarrkirche Schuttern am Oberrhein, der ehemaligen, gleichnamigen Benediktinerabteikirche, ergraben wurde.
