Die letzte Ulmer Garnsiede in der Schwörhausgasse 3
Über diese Publikation
Die Zusammenschau der Befunde der Archäologie und der Bauforschung zeigen, dass ein Großteil der letzten Garnsiede von Ulm im Gebäude Schwörhausgasse 3 noch ,in situ' erhalten ist. Arbeits- und Heizraum sind nach der Freilegung der Befunde vor Ort erlebbar und nachvollziehbar geworden. Nicht nur die originalen Kesselfundamente für die Kupferkessel sind noch erhalten, sondern auch die Feuerungsöffnungen und das Wasserbecken, dass aufgrund der einzigartigen Lage des Hauses zwischen den beiden Blauarmen geschickt diese Situation ausnutzt und sich so das Wasser von einem Blauarm zum anderen durch einen Kanal durch das Gebäude leiten lässt.
Die Garnsiede gehört zu den seltenen Exemplaren, die die Blüte Ulms zur Zeit der Leinwand- und Barchentproduktion überlebt haben, und ist in einer Qualität vorhanden, die ihresgleichen in Süddeutschland sucht. Die Befunde wurden ,in situ' erhalten und sind der Öffentlichkeit zugänglich.
