Stadtwerdung als Neustrukturierung eines bestehenden Siedlungsraums: Das Beispiel Winterthur (11. bis 13. Jahrhundert)

Autor/innen

Werner Wild
Kantonsarchäologie Zürich

Über diese Publikation

Winterthur, 21 km nordöstlich von Zürich gelegen, war im Spätmittelalter eine kleinere Stadt mit rund 2000 Einwohnern. Das Stadtrecht ist seit der Mitte, das städtische Gemeinwesen seit der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts fassbar. Auf den ersten Blick handelt es sich um die ,Gründungsstadt' eines regional bedeutenden Grafengeschlechts, der Kyburger, also um eine Stadt, wie sie im nordschweizerischen/süddeutschen Raum in vergleichbaren Beispielen verschiedentlich belegt ist. Die seit Ende der achtziger Jahre durchgeführten systematischen Stadtkerngrabungen lieferten aber einerseits in der Stadtkirche Reste bedeutender, älterer Vorgängerbauten, andererseits im ganzen Altstadtgebiet Befunde der zugehörigen ,vorstädtischen' Siedlung.

Die Stadt Winterthur entstand nicht auf ,grüner Wiese', sondern aus einer auf das 6./7. Jahrhundert zurückgehenden ländlichen Siedlung, zu der es vor 1180 leider keine klar zuweisbaren Schriftquellen gibt.

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10 September 2002

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