Ofenlehm und Kachelofen: Zur technischen und künstlerischen Entwicklung des Ofens anhand von Beispielen aus Aarberg, Einbeck und Marburg

Autor/innen

Eva Roth Heege
Kantonsarchäologie Zug

Über diese Publikation

Drei Beispiele aus drei Jahrhunderten und aus drei verschiedenen Kulturräumen belegen eine zurzeit nur schwach fassbare Entwicklungslinie des Kachelofens, die im Spätmittelalter als Parallelerscheinung zu der bisher erkannten Entwicklung zu sehen ist. Es wird offensichtlich, dass die einfache Unterteilung der spätgotischen Öfen in die zwei Kategorien „Prunköfen" und „einfache Öfen" so eindeutig nicht mehr durchzuführen ist. Die Existenz einfacher Napfkacheln bedingt nicht zwingend einen unscheinbaren Ofen, da der Ofenlehm nur unter besonderen Umständen (Verziegelung oder Trockenfund) die Zeit überdauert und deshalb auch immer verziert gewesen sein könnte.

Auf der anderen Seite wird anhand der Aarberger Funde auch klar, dass die Existenz relieferter Kacheln das Vorhandensein von verziertem Ofenlehm nicht ausschliesst. Es ist damit zu rechnen, dass sich reliefierte Kacheln und reliefierter Lehm oft nebeneinander am Ofen befanden und eine Gesamtwirkung erzielten.

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Veröffentlicht

10 September 2002

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